Bücher
Bücher sind umfangreich und langlebig. Ein Buch gibt die Möglichkeit, ein Thema tiefgehend zu diskutieren, Quellen zu präsentieren und eine These systematisch darzulegen. Unabhängig davon, ob in dem Bereich Wissenschaft, Religion oder politischer Aktivismus, ist es ein allgemein etablierter Weg, Bücher zu schreiben, um der Welt Ideen, Argumente und Quellen vorzustellen.
Politische Bewegungen haben schon seitdem sie existieren das, was sie zu sagen haben, in Büchern festgehalten. In Kanada und vielen anderen Orten muss, wenn ein Buch, das sich einem aktivistischen Zweck widmet, geschrieben wird, die Entscheidung getroffen werden, wer es veröffentlicht. Etwa ein kommerzieller Buchverlag, also ein Unternehmen, das eine große Anzahl an Büchern veröffentlicht? Oder soll es von einem fortschrittlichen, links-gerichteten Herausgeber veröffentlicht werden, der sich auf Bücher spezialisiert, die eine alternative Sichtweise präsentieren? Eine dritte, weniger wünschenswerte, Option wäre die Selbstveröffentlichung, bei der der Nachteil darin besteht, dass eine Organisation oder ein Individuum, dem die Fachkompetenz im Verlagswesen fehlt, die Last der Veröffentlichung, Vermarktung, des Verkaufs und der Distribution tragen würde.
Im Laufe der Jahre wurde in Kanada eine große Anzahl an fortschrittlichen Verlagen gegründet. Ein Grund hierfür ist die Natur der Buchindustrie in Kanada, die größtenteils von Niederlassungen amerikanischer Verlage kontrolliert wird, die sich lediglich für die vermarktungsfähigsten Bücher und Autoren interessieren. Linksgerichtete und „alternative“ Verlage haben dazu beigetragen, Ideen jenseits des Mainstreams zu verbreiten.
Bücher spielten eine wichtige Rolle darin, in Kanada ein Bewusstsein für Umweltfragen und Naturschutz zu schaffen. Fred Bodsworths Buch The Last of the Curlews, welches im Jahr 1954 veröffentlicht wurde, erschien zu einer Zeit, in der die Kanadier, die gerade erst von der Wirtschaftskrise und dem Zweiten Weltkrieg herauskamen, wenig Ahnung von den Umweltauswirkungen der unregulierten industriellen Expansion hatten. Bodworths Buch handelte von dem Schicksal eines einzelnen Vogels, nämlich eines Eskimobrachvogels, welcher der letzte Überlebende seiner Art war. Das Buch wurde drei Millionen Mal verkauft und das zu einer Zeit, in der die kanadische Bevölkerung 18 Millionen betrug – eine unerhörte Verkaufszahl für ein kanadisches Buch. Es war entscheidend dafür, in Kanada das Umweltbewusstsein zu schärfen.


