Nischenpublikationen
Liederbücher
Seit dem 19. Jahrhundert übernahmen die Linken und die Arbeiterkultur das Singen als einen Weg, um Solidarität und Enthusiasmus auszudrücken. Einige Lieder wurden so oft gesungen, dass die Worte und die Musik zu Alltagswissen wurden. In vielen verschiedenen Ländern war es wahrscheinlicher, dass Arbeiter die Worte der sozialistischen Hymne The Internationale kannten als die der Nationalhymne des eigenen Landes.
Es gab viele weitere Lieder, die weniger bekannt waren, welche auf Streikposten und Protestmärschen gesungen wurden, und für sie gab es kleine Liederbücher, die problemlos in die Hosentasche passten. Die Industrial Workers of the World produzierten große Mengen von diesen Liederbüchern. Die Wörter dieser Lieder, die oft innerhalb kürzester Zeit von radikalen Gewerkschaftsarbeitern wie Joe Hill im Rahmen eines bestimmten sozialen Problems geschrieben wurden, wurden so gewählt, dass sie mit den Tönen von beliebten Liedern übereinstimmten, die den meisten Menschen bekannt waren. Viele davon waren religiöse Leider oder Volkslieder, die nun für einen neuen Zweck angepasst wurden.
Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung der 1950er und 1960er Jahre wurde oft von dem Klang vom Gesang der Aktivisten begleitet. Einige der Lieder, die sie sangen, wie beispielsweise „We Shall Overcome“, waren sowohl in Kanada als auch den Vereinigten Staaten so bekannt, dass sie nicht aufgeschrieben werden mussten. Andere Lieder, darunter traditionelle Volks- und Arbeiterlieder, wurden in weit verbreiteten Liederbüchern festgehalten.
Comic-bücher
In den 1960er Jahren gingen mit dem Aufstieg der sogenannten Gegenkultur die Comics hervor. Sie enthielten radikale Politik und Inhalte, die sich auf die Dreifaltigkeit von „Sex, Drogen und Rock’n’Roll“ zentrierten. Einige von ihnen beruhten auf Comicstrips, die regelmäßig in Zeitungen der Gegenkultur erschienen und dann in Buchformat erstellt wurden.
Aktivistengruppen und individuelle Künstler begannen damit, Comics als ein Mittel zur Präsentation von fortschrittlichen Ideen in einem zugänglichen Format zu nutzen. Einige erste Beispiele, die durch Kostenaspekten eingeschränkt waren, erschienen in schwarz-weiß, was ihre Attraktivität für größere Publiken eingrenzte. Später, als der Farbdruck bezahlbar wurde, erschienen politische Comics in Farbe.
Rezeptsammlungen

Rezeptbücher erwiesen sich auch als wichtig, um Gelder zu sammeln und um über bestimmte Themen zu informieren
Rezeptsammlungen wurden oft für Spendenaktionen für einen guten Zweck zusammengestellt. Die Einnahmen durch den Verkauf von Kochbüchern flossen in das jeweilige Projekt. Gleichzeitig enthielten diese Bücher oft zusätzlichen Text über die Angelegenheiten, mit denen sich die Gruppe, die das Buch veröffentlicht hatte, beschäftigte.
Kalender

Kalender, die von Aktivistengruppen erstellt werden, bieten Informationen über wichtige Daten und Ereignisse.
Fortschrittliche Organisationen haben oft Kalender veröffentlich – häufig in Form einer Seite, die in der Zeitung erschien, als Mittel, Nachrichten über Ereignisse zu verbreiten, über die ihre Leser ihrer Meinung nach informiert sein sollten. Ein weiteres Format, mit einer nachhaltigeren Wirkung, war der Jahreskalender, der gewöhnlich in Form eines Wandkalenders gedruckt wurde. Solche Kalender wurden von Gewerkschaften und Aktivistenorganisationen erstellt, und an Teilnehmern und Unterstützern versendet. Sie ermöglichten es, Bilder und Texte, die die Trägerorganisation gewählt hatte, auf den Wänden der Menschen, die diese Gruppe unterstützen, sichtbar zu machen, und stellten damit eine dauerhafte Art, Botschaften zu kommunizieren, dar.
Adressbücher und Katalogen
Die Adressbücher gingen als ein Mittel zur Bereitstellung von Informationen über Aktivistengruppen hervor. Sie schienen zwar unspektakulär zu sein, doch erwiesen sie sich als hochwirksame Methode, um Nachrichten zu verbreiten und zu kommunizieren. Das Format ermöglichte es Nutzern, innerhalb des Staates oder landesweit, Gruppen zu finden, denen sie beitreten wollten, oder mit denen sie arbeiten wollten. Ein Adressbuch liefert grundlegende Informationen darüber, was eine Gruppe tut, worin sie glaubt, ob sie aktiv ist, und wie man ihr beitreten oder mit ihr Kontakt aufnehmen kann.
Aktivistengruppen, die zu verkaufendes Material produzieren, müssen potenzielle Käufer erreichen. Kataloge, die ihre Bücher, Filme oder andere Merchandise-Artikel verzeichnen, ermöglichen es ihnen, Händler wie Buchläden darüber zu informieren, was neu ist und was weiterhin verfügbar ist.


